Menü

Mittwoch, 29 August 2018 13:51

Die häufigsten Verfahren der professionellen Kanalreinigung

geschrieben von 
Artikel bewerten
(0 Stimmen)

Die häufigsten Verfahren der professionellen Kanalreinigung im Überblick

 

Spätestens wenn man selbst betroffen ist, wird die Kanalreinigung zum wichtigen Thema. Als Laie ist es oft nicht so leicht, die verschiedenen Systeme zu verstehen oder die Notwenigkeit zu erkennen – Daher geben wir in diesem Beitrag einen kleinen Überblick über die wichtigsten Verfahren zur Kanalreinigung.

Darum ist die regelmäßige Kanalreinigung so wichtig

Alltägliche Situationen: Sie waschen Ihre Hände oder spülen ab und ziehen nach getaner Arbeit den Stöpsel, das schmutzige Wasser verschwindet im Abfluss. Aus den Augen aus dem Sinn. Nur die wenigsten von uns wissen, wie genau unser Brauchwasser eigentlich weitertransportiert wird, bis es im öffentlichen Kanalsystem angelangt ist. Dahinter verbirgt sich meist eine ausgeklügelte Anlage aus unterschiedlichen Leitungen mit verschiedenen Rohrsystemen. Eine richtige Leckageortung mit einer Kamera sollte immer einer Kanalreinigung vorangehen und so erstmal die Rohreitung geprüft werden. Weitere Informationen zur Leckortung in Wien finden Sie hier.

Schmutz, Fette, Sand, Fäkalien, Fremdkörper und andere Feststoffe belasten das Kanalsystem und können zu Verstopfungen führen. Wenn der Wasserfluss nicht reibungslos funktioniert, drohen früher oder später Rückstaus und Überschwemmungen, die dringend vermieden werden sollten. Daher ist eine regelmäßige Kanalreinigung von besonderer Bedeutung bei der Instandhaltung Ihrer Leitungen.

Kanalreinigungs-Verfahren im Überblick

Ganz entscheidend bei der Wahl des Reinigungsverfahrens sind Art und Durchmesser der Rohrleitungen sowie der Grad der Verstopfung bzw. der Hindernisse. Auch spielt der allgemeine Zustand Ihrer Kanalanlage eine Rolle, welches Verfahren für die professionelle Rohrreinigung in Frage kommt. Doch ganz gleich welches Verfahren zum Einsatz kommt – am Anfang geht es erst den nicht verfestigten Ablagerungen an den Kragen. Diese werden zu einem Entnahmepunkt gespült, dort entfernt und entsorgt.

1. Das Hochdruckspülverfahren

In circa 90% der Kanalreinigungen wird das Hochdruckspülverfahren (auch HD-Verfahren genannt) eingesetzt. Mit hohem Wasserdruck werden hier die Ablagerungen durch spezielle Reinigungsdüsen gelöst. Die Häufigsten Einsätze sind hier:

  • vorbereitende Reinigung für eine anschließende Kanalinspektion oder Sanierung
  • Im Rahmen der regelmäßigen Wartung durchgeführte Reinigung

Beim HD-Verfahren wird ein Schlauch mit Spülkopf und bestimmten Düseneinsätzen genutzt. Diese Düsen haben so einen Strahlwinkel, dass sie nicht nur die Kanalwände Reinigen, sondern auch den Schlauch mit Spülkopf vom Startschacht zum Zielschacht transportieren. Hierbei kann der Ablauf des Verfahrens grob in 4 Schritte unterteilt werden:

Schritt 1: Spülwasser wird dem Trinkwasserleitungsnetz mit einer Hochdruckpumpe durch den Schlauch, an dessen Ende sich die Reinigungsdüsen befinden gepumpt.

Schritt 2: Der hohe Wasserdruck sorgt dafür, das der Schlauch vom Zugang des Schachtes bis zum Zielschacht transportiert wird.

Schritt 3: Jetzt wird der Schlauch langsam in die Fließrichtung des Abwasser zurückgezogen. Hierbei wird die Fließgeschwindigkeit des Abwassers durch den hohen Druck aus den Düsen erhöht und Ablagerungen lösen sich. Mitsamt dem austretendem Wasser wird der gelöste Schmutz durch das zurückziehen des Schlauchs zum Startschacht transportiert.

Schritt 4: Im letzten Schritt werden die Stoffe mit einer Vakuumpumpe abgesaugt und fachgerecht entsorgt

Nach Bedarf kann dieses Hochdruck Spülverfahren auch wiederholt werden, bis alle Ablagerungen entfernt wurden. Je nach Ablagerungsmenge und Rohrquerschnitt sind unterschiedliche Düseneinsätze verfügbar. Für verfestigte Stoffe oder Wurzeleinwüchse ist dieses Forgehen aber nicht geeignet.

2. Die Schwallspülung/Stauspülung

Ebenfalls für das Lösen von nicht festgesetzten Sedimenten eignet sich in manchen Fällen eine Schwall oder Stauspülung. Hierbei wird Wasser mit Spültüren oder Absperrelementen aufgestaut, und die große Menge die daraufhin durch das Rohr dringt löst die Ablagerungen. Damit jedoch genügend Kraft freigesetzt wird, kommt dieses Verfahren erst ab Kanälen größer als DIN 500, also nicht für kleine Rohrdurchmesser in Frage.

3. Die mechanische Kanalreinigung

Um jetzt noch den verfestigten Ablagerungen an den Kragen zu gehen, erfordert es mechanische Verfahren. Hierbei wird ganz besonderes Werkzeug, je nach Rohr und Verschmutzungsgrad verwendet. Dabei spielt auch hier der Durchmesser eine entscheidende Rolle. Ab einem Durchmesser von DIN 200 können Schlaggeräte für die Säuberung eingesetzt werden, bei Rohren von DIN 80 bis 600 kommen drehende Fräsgeräte für die Beseitigung zum Einsatz. Sogar Rohrlängen von bis zu 50 Meter sind mit den richtigen Reinigungsspiralen zu reinigen ohne das weitere Zugänge benötigt werden.

Die Reinigungsspiralen werden mit Motorkraft betrieben um das Rohrleitsystem von Inkrustierungen, Kalkplatten, Fetten, Fremdkörpern und Wurzeleinwuchs zu befreien.

4. Kanalreinigung mit chemischen oder biologischen Verfahren

Es gibt ebenfalls die Möglichkeit in biologischen Verfahren Fette oder Faserstoffe durch Bakterienzugabe zu lösen. So kann auch die Geruchsbelästigung reduziert werden. In besonderen Einzelfällen gibt es ebenfalls eine Reinigungsmethode mit chemischen Verfahren. Da uns die Umwelt sehr am Herzen liegt, verzichten wir allerdings bei unserer Rohrreinigung gänzlich auf schädliche Chemikalien.

Gelesen 253 mal